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News:

Am 18. Januar 2017 präsentierte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt im Kabinett seinen Ministerkollegen und der Bundeskanzlerin eine überarbeitete Fassung der neuen "Drohnen-Verordnung". Die neue Rechtsverordnungen wurde im Januar dem Bundesrat zur Entscheidung zugeleitet.

Die neue Drohnenverordnung ist nun rechtswirksam!


Die Unterscheidung zwischen privater und gewerblicher Kopter-Nutzung fällt zukünftig weitgehend weg. Für alle gelten die folgenden vom Startgewicht abhängige Auflagen gemäß Drohnen-Verordnung:

  • Drohnen > 0,25 kg
      Kennzeichnungspflicht: Dauerhafte und feuerfeste Beschriftung an sichtbarer   Stelle mit Name und Anschrift des Eigentümers.
  • Drohnen > 2 kg
         Drohnen-Führerschein: Steuerer müssen mindestens 16 Jahre alt sein und ab      dem 01.10.2017 auf Verlangen besondere Kenntnisse nachweisen in a)      Anwendung und Navigation des Gerätes, in b) einschlägigen luftrechtlichen      Grundlagen und in c) der örtlichen Luftraumstruktur. Die Prüfung muss bei      einer vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle abgelegt werden (auch      online möglich). Derzeit führt das LBA noch keine Zertifizierungen von      Anbietern durch.
  • Drohnen > 5 kg
         Erlaubnispflicht: Flüge setzen eine Aufstiegserlaubnis der zuständigen      Landesluftfahrt-Behörde voraus. Bis zu einer Startmasse von 5 kg sind Flüge (egal, ob gewerbliche oder private Nutzung) nicht mehr erlaubnispflichtig. Die Erlaubnis wird erteilt, wenn der Aufstieg keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs und die öffentliche Sicherheit oder Ordnung darstellt (einschließlich datenschutzrechtlicher Belange).
  • Drohnen > 25 kg
         Flugverbot: Flüge mit unbemannten Fluggeräten über 25kg Startmasse sind      weiterhin verboten.

Unabhängig vom Startgewicht formuliert die Drohnen-Verordnung präventive Betriebsverbote. Diese Verbote stehen unter Erlaubnisvorbehalt, d.h. die zuständigen Luftfahrtbehörden der Länder können in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von den Betriebsverboten zulassen. Die wesentlichen Betriebsverbote umfassen Flüge:

  • außerhalb der Sichtweite des Steuerers. Dies bedeutet, dass der Steuerer ohne optisches Hilfsmittel die Fluglage der Drohne nicht mehr eindeutig erkennen kann. Flüge mit Videobrille sind bis zu einer Höhe von 30 Metern über Grund zulässig, wenn eine zweite Person ("Spotter") direkten Sichtkontakt zum Fluggerät hat und den Steuerer direkt auf Gefahren hinweisen kann.
  • in Flughöhen > 100 Meter über Grund (Ausnahmen für klassische Modellflieger).
  • dichter als 1,5 km um die Außenbegrenzung von Flughäfen (in Kontrollzonen von Flugplätzen max.50 Meter über Grund).
  • über und in seitlichem Abstand von 100 Metern zu (u.a.)
  • Menschenversammlungen
  • Bundesfernstraßen (Bundesstraßen und Autobahnen), Bundeswasserstraßen, Bahnanlagen (außer mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreibers)
  • Krankenhäusern
  • Außengrenzen von Industrie-und Energieerzeugungsanlagen (außer mit ausdrücklicher Zustimmung des Betreibers)
  • Unglücksorten & Katastrophengebieten
  • Einsatzorten von Behörden / Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sowie Militärübungen
  • Außenbegrenzung von Justizvollzugsanstallten, Liegenschaften der Polizei & militärischen Anlagen
  • Grundstücken mit Verfassungsorganen des Bundes oder der Länder sowie obersten und oberen Bundes- und Länderbehörden
  • über Wohngrundstücken (außer mit ausdrücklicher Zustimmung des in seinen Rechten betroffenen Eigentümers oder sonstigem Nutzungsberechtigten).
  • über Naturschutzgebieten und Nationalparks (sofern keine abweichende Regelung nach Landesrecht).
  • zum Transport von gefährlichen, radioaktiven, explosiven oder pyrotechnischen Stoffen und anderen, die bei Abwurf Panik auslösen können.

Auch Flüge bei Nacht bedürfen unabhängig von Kopternutzung und Abfluggewicht eine Aufstiegserlaubnis. Dabei gelten als Nacht "die Stunden zwischen dem Ende der bürgerlichen Abenddämmerung und dem Beginn der bürgerlichen Morgendämmerung. Die bürgerliche Dämmerung endet am Abend und beginnt am Morgen, wenn sich die Mitte der Sonnenscheibe 6° unter dem Horizont befindet."

Zum Schutz der bemannten Luftfahrt haben unbemannte Fluggeräte grundsätzlich der bemannten Luftfahrt auszuweichen. (Quelle: Kopter Profi)


News von 2016

Flugroboter Systeme dürfen jetzt nach der Neufassung der gemeinsamen Grundsätzen des Bundes und der Länder für die Erteilung der Erlaubnis zum Aufstieg von unbemannten Luftfahrtsystemen gemäß § 20 Absatz 1 Nummer 7 Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO) ein maximales Abfluggewicht von  10 kg (vorher max. nur 5 kg) zur Erteilung einer Allgemeinerlaubnis aufweisen. Sodass jetzt auch größere und schwerere Drohnen ohne Sondergenehmigung betrieben werden dürfen.

28.07.2016 (Deutschland)